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VHLGenetics nimmt den PRRS Test bei Schweinen aus dem Programm

21-12-2017

VHLGenetics arbeitet ständig an der Erweiterung des Testportfolios, um die Kunden bei der Umsetzung ihrer Zuchtziele zu unterstützen. Vor vier Jahren haben wir die PRRS-Tests bei Schweinen in unser Portfolio aufgenommen, obwohl es sich bei diesen Tests um indirekte Tests handelt, die wir nur in Ausnahmefällen anbieten. In der Regel bieten wir nur direkte Tests für Krankheits- oder Merkmalsrelevante genetische Varianten an. Zum Zeitpunkt der Markteinführung der PRRS-Tests waren wir der Überzeugung, dass diese Resistenz-Tests die Schweinezüchter im Kampf gegen die schädlichen Infektionskrankheiten unterstützen würden.

Neben dem ständigen Bestreben, unsere Produktpalette zu erweitern, arbeiten wir auch fortlaufend an der Überprüfung unserer Tests und deren Ergebnisse. Unser Ziel ist, einerseits unsere Produktpalette aktuell zu halten und andererseits verlässliche Tests mit hoher Aussagekraft anzubieten. Dieser kontinuierliche Prozess führt auch zur Entdeckung neuer Zusammenhänge zwischen Varianten und Merkmalen in bestimmten Rassen, die bisher nicht bekannt waren.

Eine Evaluierungsstudie mit einem unserer größten Kunden aus der Schweinezucht führte zu der Erkenntnis, dass die Ergebnisse des PRRS Resistenz Tests nur eine schwache Korrelation mit der Resistenz gegen das PRRS Virus in den Produktionspopulationen haben.

Aufgrund dieser Fakten 1) indirekter Test, 2) nur geringe Korrelation bei Produktionspopulationen, d.h. kaum eine Hilfe für die Schweinezüchter, haben wir uns entschieden die PRRS1-, PRRS3- und PRRS4-Tests nicht länger anzubieten. Diese Entscheidung hat keinen Einfluss auf die Richtigkeit früherer Testergebnisse oder zeigt, dass die Ergebnisse für die PRRS-Tests nicht signifikant waren. Das Ergebnis unseres gemeinsamen Forschungsprojekts besagt lediglich, dass die Korrelation zwischen diesen indirekten Markern und der Resistenz gegenüber dem PRRS-Virus nicht stark genug ist, um darauf ein Zuchtprogramm aufzubauen.