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Weiterleitung von Probenmaterial bei patentierten Verfahren

06-05-2015
Wir waren unlängst gezwungen, den Test zur Degenerativen Myelopathie aus unseren Kombinationspaketen herauszunehmen. Zusätzlich mussten wir unseren Listenpreis für diesen Test von 39,50 EUR auf 79,50 EUR erhöhen. Der Grund für dieses Vorgehen liegt darin, dass ein Labor die Rechte an einem Patent zu dem Testverfahren innehat. Dieses Labor gewährt keine Lizenzierung, wir sind gezwungen, jede Probe an das Labor weiter zu leiten.

Viele unserer Kunden sind aus nachvollziehbaren Gründen mit dieser Situation unzufrieden. Es ist die Überzeugung unserer Firmengruppe, dass die Patentierung eines genetischen Tests, ohne die Möglichkeit der Lizenzierung weder kundenfreundlich noch hilfreich für unsere Kunden ist. Insbesondere gilt dies für verantwortungsvolle Tierzüchter, die ihren Zuchtbestand von Erbkrankheiten frei halten wollen! Am Rande: In der Regel wurden die genetischen Varianten und Tests in Forschungsprojekten entdeckt und entwickelt, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden.

Im Sinne unserer Kunden haben wir eine Alternative gesucht, die wir Ihnen nunmehr gerne anbieten möchten: Wir bieten Ihnen ab sofort bei ausgewählten patentierten Verfahren an, die Tests zu einem anderen Partnerlabor weiter zu leiten. Dieses Labor liegt in einem Land, in dem die betreffenden Patente nicht geschützt sind. Daher sind bei der Untersuchung keine Patent- oder Lizenzgebühren fällig, was den Untersuchungspreis drastisch reduziert.

Die in unserem Partnerlabor durchgeführten Untersuchungen werden technisch mit den gleichen Methoden durchgeführt, wie sie die Patentinhaberin durchführt. Die Befunde aus den betreffenden Untersuchungen sind also in ihrer Richtigkeit und Zuverlässigkeit gleich zu denen der Patentinhaberin.

Neben der Möglichkeit, die Untersuchungen zu patentierten Verfahren von unserem Partnerlabor durchführen zu lassen, bieten wir Ihnen auch weiterhin die Option an, die Proben an die Patentinhaberin weiter zu leiten. Dieses Verfahren berücksichtigt die Zuchtorganisationen, welche ihren Züchtern vorgeben, dass die Proben vom Labor der Patentinhaberin untersucht werden müssen.

Unsere Hoffnung ist, dass wir durch unser Angebot patentierte DNA-Untersuchungen wieder einem breiten Kundenkreis zugänglich machen können, der anderenfalls durch hohe Gebühren von dere Nutzung der Tests abgehalten werden würde. Wir werden unsere Kunden bei künftigen Entwicklungen zu diesem Thema weiterhin informieren.