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Schweine-Analytik

Bei Schweinen bieten wir die folgenden Untersuchungen an:
  • Abstammungstest
  • Identitätstest
  • MHS (auch: MHT, PSS, Halothan-Test; Malignes Hyperthermiesyndrom, Stressgen-Test)
  • RN (Rendement Napole, Wasser-Rückhaltefähigkeit in Schweinefleisch)



RN

(Rendement Napole, auch Napole Yield)

Die zu erzielende Fleischqualität und die Fähigkeit des Fleisches, Wasser zu speichern, spielt in der modernen Schweinefleischproduktion eine immer wichtigere Rolle. Einer der die Qualität beeinflussenden Faktoren ist das so genannte RN-Gen (auch acid meat locus oder Hampshire Effekt genannt).

Die wahrscheinlich in der Rasse Hampshire aufgetretene Mutation (RN-) bewirkt einerseits eine blasse Fleischfarbe, einen niedrigen End-pH-Wert im Schlachtkörper, eine niedrige Wasserbindungskapazität, sowie hohe Tropf- und Kochverluste; andererseits aber auch schnelles Wachstum des Schweins, hoher Fleischanteil im Schlachtkörper, sowie Zartheit und Saftigkeit der Muskulatur. Das RN-Gen beeinflusst die so genannte Gamma3-Isoform einer Adenosin-Monophosphat aktivierten Proteinkinase (PRKAG3) und wird dominant vererbt. Mischerbige (heterozygote) sind von reinerbigen (homozygoten) Erbanlageträgern äußerlich nicht unterscheidbar. Die Mutation bewirkt eine um bis zu 70% erhöhte Glycogen- und damit auch Wassereinlagerung in den Skelettmuskelzellen.

Insbesondere in der Schinkenproduktion ist das RN(-/-) Gen unerwünscht, da sich auf Grund der verringerten Wasserbindungskapazität die Ausbeute um ca. 5% verringert.

Schweine der Rasse Hampshire werden auch in der europäischen Kreuzungszucht eingesetzt. Somit ist eine Selektion der Vatertiere auf der Basis des RN-Genstatus bei den Hybrid-Populationen von großer Bedeutung. Ein molekulargenetischer Test, wie ihn die Certagen anbietet (siehe Technologie), kann die Erbanlage hierfür schnell und eindeutig klären.

Siehe auch:

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